Nicht nur beim Staatstheater herrscht Baustellenbetrieb. Das Junge Theater Augsburg lud jüngst zur Baustellenbesichtigung. Und siehe da: Die neue Bühne in der „Großen Halle“ im Kulturhaus Abraxas nimmt viel schneller Form an als die ‚große Schwester‘.
Julia Magg hat die interne Bauleitung inne. Mitten auf der Baustelle, wo zwischen blauen Klappstühlen noch Papierschilder auf „Foyer“, „Bühne“ und „Künstler(innen)-Garderobe“ hinweisen, erklärt sie: Zwar sei finanziell schon einiges zusammengekommen, aber es sei immer noch Luft nach oben. Neben Materialspenden seien auch freiwillige Helfer, vor allem Maler und Küchenbauer, willkommen.

Seit dem Umbaustart im Juli hat sich einiges getan. Die Außenwand wurde für einen neuen Eingang durchbrochen. Der Vorraum mit den hellen Fenstern ist bereits jetzt lichtdurchflutet. Er soll als Garderobe, Aufenthaltsort und Theke dienen. Auch Workshops sollen hier in Zukunft stattfinden. Der Bühnenraum, wo noch blaue Klappstühle neben einer Schubkarre stehen, soll sich mittels Trockenbauwänden in eine „black box“ verwandeln, erklärt Magg. Später, ergänzt Susanne Reng, Künstlerische Leitung, kommt auch noch eine Tribüne in den Raum.
Das Junge Theater Augsburg: Noch im Abraxas feiert das Stück „Blödes Bild“ am 6. Oktober Premiere
Die öffentliche, feierliche Eröffnung des neuen Spielorts inklusive Rahmenprogramm ist für den 19. Januar 2025 geplant. Noch im Abraxas findet die Premiere des inklusiv besetzten Stücks „Blödes Bild“ für taubes und hörendes Publikum am 6. Oktober statt.
Auch personell hat sich etwas getan, Harald Volker Sommer ist seit Januar 2024 neuer Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums. Er will „frischen Wind“ auch in sein Team von 20 Theaterpädagogen bringen. Worauf er den Fokus legt, hat er auf Kärtchen geschrieben: Nachhaltigkeit, Diversity und politische Haltung etwa. Aber auch die Spielfreude soll nicht zu kurz kommen. Hier schließt sich übrigens der Kreis: Sommer war bis 2000 selbst Ensemblemitglied am Theater Augsburg.