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Freitag, 04. April 2025

Fritz Scherer: Der Augsburger, der den FC Bayern groß gemacht hat

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Schillernde Figuren, bekannte Namen – die Geschichte der deutschen Fußball-Bundesliga ist voll davon. Jedes Wochenende strömen Hunderttausende von Fans und Lokalpatrioten in die Stadien oder verfolgen am TV die Spiele. Dass Augsburg seit 14 Jahren in der höchsten Liga mitmischt – wobei Traditionsclubs wie der Hamburger SV, Herta BSC Berlin und Schalke 04 nicht mehr in Wertung sind – lockt nicht nur fast immer 30 000 Zuschauer in die Arena, sondern bringt den Namen der Stadt auch allwöchentlich in die Medien.

Das ist nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein nachhaltiger Wert für das Image der Stadt. Und der FC Augsburg ist immerhin der einzige erstklassige Club des Freistaats nach dem FC Bayern. Dass es ausgerechnet ein Augsburger war, unter dessen Zeit die Münchner zum Dauertitel „Rekordmeister“ aufgestiegen sind, ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Erst jetzt, als die Nachricht vom Tod von Dr. Fritz Scherer die Runde machte, wird daran gebührend erinnert. Mit 85 Jahren ist er am 14. März in München verstorben. Er hinterlässt seine Frau Claudia seine Tochter und seine Enkelkinder Lena und Emily. Insgesamt über 30 Jahre war der Professor der Fachhochschule Augsburg in die verschiedenen Gremien des FC Bayern eingebunden. Präsident Herbert Hainer schreibt: „Mit Fritz Scherer als Präsident (1985 bis 1994) wurden zentrale Weichen dieses Clubs gestellt, ohne die der FC Bayern niemals da stehen würde, wo er heute steht“. Uli Hoeneß, dessen Einstieg als Manager zur Zeit als Scherer Schatzmeister war, stattfand, rühmt Scherers Fachkompetenz. „Mit ihm als Präsident sind wir in neue Sphären vorgestoßen. Am Beginn der Zusammenarbeit hatte der Club einen Umsatz mit zwölf Millionen Mark, heute sind es 980 Millionen Euro.“ Fritz Scherer war dann noch, während er unter Präsident Franz Beckenbauer als Vize fungierte, maßgeblich am Bau der Allianz-Arena eingebunden.

Fritz Scherer war mit Augsburg eng verbunden

Bei allem Engagement in München war Fritz Scherer, der in der Jugend des BC Augsburg die Fußballstiefel schnürte, mit seiner Vaterstadt eng verbunden. Die Augsburger Verwandtschaft und Freunde wie Dr. Peter Kahn, viele Jahre Vize-Vorstand der Bayerischen Landesbank, erinnern sich an gesellige Schafkopf -Runden. Eine Begegnung, zu der auch – meistens in München – „Kaiser“ Franz Beckenbauer dazukam. Mit einem Eintrag in das Kondolenzbuch konnten die Mitglieder im FC Bayern-Museum von ihrem Ex-Präsidenten Abschied nehmen.

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